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Velanora Memorial Registry

Beerdigung in Österreich planen: Ablauf, Fristen, Kosten und Optionen

Ein umfassender Leitfaden für Österreich – praxisnah, mit regionalen Hinweisen und realistischen Kosten- und Zeitplan-Erwartungen.

Was dieser Leitfaden abdeckt

  • Was unmittelbar nach dem Todesfall zu tun ist (Checkliste)
  • Fristen und typische Zeitpläne in Österreich
  • Versorgung, Aufbahrung und Abschiednahme
  • Planung der Trauerfeier: Ort, Ablauf, Musik, Reden
  • Kosten realistisch verstehen (Wien vs andere Regionen)
  • Erd- und Feuerbestattung, Grabarten, Urnen, Asche-Regeln
  • Grabmal, Inschrift, Pflege, Laufzeiten und Verlängerungen
  • Überführung innerhalb Österreichs und international
  • Parte/Todesanzeigen, Danksagung, Traueretikette

Wichtiger Hinweis zu Österreich

Bestattungsrecht und Friedhofsordnungen sind in Österreich stark von Bundesland, Gemeinde und Friedhofsträger (kommunal/kirchlich) geprägt. Deshalb sind genaue Regeln (z. B. Grabmaße, Genehmigungen, Asche-Optionen) immer mit dem konkreten Friedhof bzw. Bestatter vor Ort abzuklären.

Sofort-Checkliste (die ersten 2–12 Stunden)

  1. Arzt verständigen (Todesfeststellung und Dokumentation). Bei Tod zu Hause: Hausarzt/Notarzt – je nach Situation.
  2. Wichtige Unterlagen suchen: Ausweis, ggf. Versicherungspolizzen, Bestattungsvorsorge, Wünsche des Verstorbenen, Kontaktdaten der nächsten Angehörigen.
  3. Bestatter auswählen: Ein seriöser Bestatter erklärt Ablauf, Optionen, Kosten, Termine und übernimmt viele Wege.
  4. Familie/enge Bezugspersonen informieren und erste organisatorische Rollen verteilen (Kontaktliste, Musik/Reden, Fotos, Parte, Blumenschmuck).

Fristen und Zeitplan in Österreich

Typischer Ablauf (realistisch, nicht idealisiert)

  • Tag 0–1: Todesfeststellung, erste Dokumente, Bestatter beauftragen, Abholung/Überführung in Kühlung, Terminabstimmung.
  • Tag 1–3: Entscheidung über Erd-/Feuerbestattung, Auswahl Sarg/Urne, Abstimmung Friedhof/Feierhalle/Kirche, Parte-Text, Gästeliste, Musik.
  • Tag 3–7: Aufbahrung/Abschiednahme, Druck/Versand der Parte, finale Absprachen (Blumen, Reden, Ablauf), Trauerfeier und Beisetzung.
  • Tag 7+: Danksagung, Abwicklung von Rechnungen, Grabmalplanung (wenn gewünscht), langfristige Pflege/Verlängerung der Grabstelle.

Ruhefrist (Mindestwartezeit)

In vielen Regionen Österreichs gilt eine Mindestwartezeit von 48 bis 72 Stunden vor Beisetzung oder Kremation. Die konkrete Ausgestaltung kann je nach Bundesland und lokalen Regelungen variieren.

Wann dauert es länger?

  • Wochenenden/Feiertage: Termine für Ämter, Pfarrbüro, Halle oder Krematorium können knapper sein.
  • Feuerbestattung: Kremationstermine sind nicht überall gleich verfügbar, wodurch sich der Ablauf verlängern kann.
  • Internationale Angehörige: Anreise, Dokumente, Übersetzungen können zusätzliche Tage bedeuten.
  • Besondere Abklärungen: Wenn Umstände unklar sind, kann sich die Organisation verzögern.

Regionale Hinweise (praxisnah)

  • Wien: hohe Termindichte, mehrere Friedhöfe/Hallen, aber oft früh buchen – besonders beliebte Wochentage.
  • Städte in den Bundesländern: Termine meist gut planbar, dennoch begrenzte Hallen-/Krematoriumsslots.
  • Ländliche Gemeinden: teils schnellere Terminfindung, dafür häufig weniger Alternativen (eine Halle, ein Friedhof).

Gute Faustregel

Viele Familien planen in Österreich eine Trauerfeier innerhalb von 4 bis 8 Tagen. Das ist oft ein guter Kompromiss aus Fristen, Organisation und Zeit zum Abschiednehmen.

Versorgung, Kühlung und Aufbahrung (Abschiednahme)

Was passiert in der Regel nach der Abholung?

  • Kühlung: Der Verstorbene wird in geeigneten Räumen gekühlt aufbewahrt. Das ermöglicht Planungssicherheit, ohne dass Termine überstürzt werden müssen.
  • Hygienische Versorgung: Reinigung, Ankleiden, ggf. kosmetische Versorgung (nach Absprache, abhängig von Zustand und Wünschen).
  • Aufbahrung: Je nach Friedhof und Region kann eine Aufbahrung in einer Halle, in einem Abschiedsraum oder in einer Kirche erfolgen.

Abschiednahme: häufige Optionen

  • Stille Abschiednahme im kleinen Kreis (kurz, ohne Musik/Reden).
  • Aufbahrung mit Sarg (offen oder geschlossen – je nach Möglichkeit und Wunsch).
  • Urnenfeier (bei Feuerbestattung – oft zeitlich getrennt von der Kremation).

Was Angehörige oft nicht erwarten (aber wichtig ist)

Viele Friedhöfe haben feste Zeitfenster, Regeln zu Dekoration, Kerzen, Musik und Foto/Video. Der Bestatter kann die lokalen Regeln meist sehr schnell klären, damit keine Überraschungen entstehen.

Regionale Unterschiede (kurz erklärt)

  • Kommunale Friedhöfe: häufig klar definierte Gebühren und Regelwerke, gute Planbarkeit.
  • Kirchliche Friedhöfe: zusätzliche Abstimmung mit Pfarre/Pfarrbüro, teils eigene Vorgaben.

Bestattung planen: Entscheidungen, die wirklich zählen

Die 6 Kernentscheidungen (mit Praxis-Tipps)

  1. Erd- oder Feuerbestattung? – in Österreich sind beide üblich, aber die Optionen rund um Asche sind oft stärker reglementiert.
  2. Welcher Friedhof? – Nähe zur Familie, bestehendes Familiengrab, Erreichbarkeit, Gebühren, Grabarten.
  3. Welche Grabart? – Reihengrab, Wahlgrab/Familiengrab, Urnengrab, Kolumbarium, Gemeinschaftsformen.
  4. Welche Form der Trauerfeier? – kirchlich, weltlich, gemischt; in Halle, Kirche oder am Grab.
  5. Wie persönlich soll es sein? – Musik, Fotos, Symbolik, Rede, Rituale, Dresscode, Spenden statt Blumen.
  6. Welches Budget? – klare Prioritäten vermeiden Stress: Was ist „muss“, was ist „nice to have“?

Dokumenten-Check (typisch relevant)

  • Ausweis/Reisepass des Verstorbenen (falls vorhanden)
  • Unterlagen zur Bestattungsvorsorge/Versicherung (falls vorhanden)
  • Hinweise zu religiösen Wünschen oder Mitgliedschaften (Pfarre, Verein, etc.)
  • Daten naher Angehöriger (für Parte, Kontakt, Koordination)

Konflikte vermeiden: Ein einfacher Ablauf

  • Eine Person sammelt Wünsche und Vorschläge.
  • Eine Person führt das Budget (mit „Obergrenze“).
  • Eine Person koordiniert Musik/Reden/Parte.

Das klingt banal – spart aber in der Praxis extrem viel Zeit, gerade in den ersten 48 Stunden.

Typische Gesamtkosten (Praxis-Spannen)

  • Wien: häufig €4.500–€9.000+ (je nach Friedhof, Grabart, Feierumfang)
  • Große Städte in den Bundesländern: oft €3.800–€7.500
  • Kleinere Orte/Land: häufig €3.000–€6.000

Woraus die Kosten typischerweise bestehen

1) Bestatter (eigene Leistungen)

  • Abholung/Überführung und Kühlung
  • Versorgung, Ankleiden, Vorbereitung
  • Koordination, Terminmanagement, Dokumentenwege (je nach Region)
  • Organisation der Trauerfeier (Ablauf, Träger, Dekoration)

2) Drittkosten (Friedhof, Halle, Gebühren)

  • Grabstelle (Neuanlage oder Nutzungsrecht-Verlängerung)
  • Beisetzungsgebühr (Erd- oder Urnenbeisetzung)
  • Nutzung von Aufbahrungs- oder Feierhalle
  • Administrationsgebühren (je nach Friedhofsträger)

3) Trauerfeier-„Gestaltung“ (optional, aber häufig)

  • Musik (Live oder Technik)
  • Trauerredner/in (weltlich) oder kirchliche Begleitung
  • Blumen, Kränze, Kerzen, Bildtafeln
  • Drucksorten (Parte, Sterbebildchen, Danksagung)
  • Gasthaus/Leidmahl (stark variabel)

Warum Wien oft teurer wirkt

  • höhere Nachfrage und mehr gebührenpflichtige Bausteine
  • größere Unterschiede zwischen Friedhöfen/Optionen
  • mehr Wahlmöglichkeiten (die oft auch mehr „Extras“ mit sich bringen)

So behältst du Kosten im Griff (ohne „billig“ zu wirken)

  • Prioritätenliste: Was muss unbedingt sein (z. B. bestimmter Friedhof, Musikstück, Grabart)?
  • Transparenz: Bitte um schriftliche Aufstellung mit klarer Trennung von Bestatter-Leistungen und Drittkosten.
  • Feierumfang steuern: Kleine Abschiednahme + Beisetzung kann würdevoll sein und Kosten senken.
  • Grabwahl bewusst treffen: Langfristige Gebühren/Pflege können teurer sein als die eigentliche Bestattung.

Langfristige Kosten (oft unterschätzt)

In Österreich werden Grabstellen häufig auf Zeit vergeben (Nutzungsrecht/Laufzeit). Verlängerungen, Pflege und Grabmal sind langfristige Kostenfaktoren – gerade bei Familiengräbern.

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist in Österreich weiterhin sehr verbreitet. Typisch sind Reihengräber, Wahlgräber/Familiengräber und besondere Felder (z. B. Kindergräber, Ordensfelder).

Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist besonders in urbanen Regionen häufig. Der Ablauf ist oft zweistufig: Kremation (Termin) und anschließend Urnenfeier/Urnenbeisetzung (Termin).

Grabarten (häufige Kategorien)

  • Reihengrab: fixe Lage, begrenzte Laufzeit/Optionen (je nach Friedhof)
  • Wahlgrab/Familiengrab: mehr Gestaltung, oft langfristige Bindung und höhere Kosten
  • Urnengrab: kleiner, oft günstiger in Pflege/Fläche
  • Kolumbarium/Urnenwand: Tafel/Nische, klare Regeln zur Beschriftung/Dekoration
  • Gemeinschaftsformen: je nach Friedhof (z. B. anonymere oder teil-anonyme Felder)

Asche/Urne: Was in Österreich häufig streng geregelt ist

In vielen Regionen gelten klare Vorgaben, wie und wo Urnen beigesetzt werden dürfen (Friedhof, Kolumbarium, ausgewiesene Flächen). „Freie“ Lösungen sind häufig eingeschränkt und stark vom Bundesland und Friedhof abhängig.

Regionale Unterschiede (praxisnah, ohne falsche Versprechen)

  • Bundeslandrecht: kann beeinflussen, ob bestimmte Asche-Optionen überhaupt möglich sind.
  • Friedhofsordnung: entscheidet Details: Urnenform, Beschriftung, Schmuck, Bepflanzung, Kerzen.
  • Gemeinde/Kirche als Träger: kann zusätzliche Genehmigungen oder Einschränkungen bedeuten.

Praktischer Rat

Wenn die Familie eine bestimmte Lösung wünscht (z. B. Urnenwand, bestimmte Grabgröße, spezielle Inschrift, bestimmte Dekoration), kläre das direkt vor Buchung mit dem Friedhof oder über den Bestatter. Das spart die meisten späteren Konflikte.

Särge: typische Optionen

  • Schlichtes Holz (klassisch, häufig gewählt)
  • Hochwertige Hölzer, Sonderausstattungen
  • Ökologische Varianten (je nach Angebot und Vorgaben)

Urnen: typische Optionen

  • Keramik, Stein, Metall
  • Biologisch abbaubare Urnen (häufig für bestimmte Felder)
  • Design-Urnen (sofern Friedhof es erlaubt)

Wichtige Praxisregel

Nicht jede Urne passt zu jeder Beisetzungsart. Kolumbarien und bestimmte Felder können Einschränkungen zu Größe, Material oder Beschriftung haben.

Preisspannen (grobe Orientierung)

  • Sarg: oft von €300–€2.000+ (stark abhängig von Material und Ausführung)
  • Urne: häufig €80–€600+ (je nach Material/Design)

Häufige Gedenkformen in Österreich

  • Grabstein (stehend oder liegend, je nach Friedhof)
  • Inschriftentafel am Kolumbarium
  • Gedenkplatte oder kleines Denkmal (je nach Feld)
  • Foto/Porzellanbild (falls erlaubt)
  • Gedenklichter und saisonale Bepflanzung (mit Regeln)

Friedhofsordnung: Das „unsichtbare Regelbuch“

Friedhöfe regeln häufig: Größe, Material, Schriftart, Bildnisse, Symbole, Einfassungen, Bepflanzung, Kerzen, Vasen, sogar Farben oder Höhe. Das ist normal – und soll Einheitlichkeit sichern.

Inschrift: Was gut funktioniert

  • Kurze, klare Zeile + Daten (leicht lesbar)
  • Ein Satz, der Persönlichkeit zeigt (nicht zu lang)
  • Symbolik (z. B. Kreuz, Naturmotiv) nur wenn erlaubt

Pflege und laufende Verpflichtungen

Frage früh: Wer pflegt das Grab? Wie hoch sind die langfristigen Kosten (Pflege, Bepflanzung, Verlängerungen)? Gerade Familiengräber wirken emotional „richtig“, sind aber langfristig auch eine Aufgabe.

Überführung und Bestattungstransport in Österreich

Typische Transportwege

  • Ort des Todes → Kühlung/Mortuar
  • Kühlung/Mortuar → Aufbahrung/Halle/Kirche
  • Trauerfeier → Grab oder Krematorium

Wovon die Kosten abhängen

  • Entfernung (Stadt vs Land, Bundeslandwechsel)
  • Zeiten (Nacht/Wochenende kann teurer sein)
  • Zusatzpersonal (Träger, Begleitung)
  • Besondere Anforderungen (z. B. längere Standzeiten)

Regionaler Hinweis

In Städten sind Abläufe oft standardisiert, in ländlichen Gemeinden ist vieles sehr persönlich, aber manchmal mit weniger Alternativen (z. B. eine Halle, wenige Zeitfenster).

Trauerfeier in Österreich: Kirche, weltliche Feier, Redner und Ablauf

Wer kann eine Trauerfeier leiten?

  • Geistliche: z. B. katholisch, evangelisch – mit festen liturgischen Elementen
  • Freie Redner/innen: weltlich, sehr personalisierbar
  • Familie/Freunde: häufig ergänzend (Lesung, Worte am Grab)

Typischer Ablauf (flexibel anpassbar)

  1. Einzug / Begrüßung
  2. Musikstück
  3. Worte/Predigt oder freie Rede
  4. Lesung / Gedicht
  5. Persönliche Beiträge (optional)
  6. Ritual (z. B. Kerze, Blume, Erde)
  7. Auszug und Gang zur Beisetzung

Praxis-Tipps für eine wirklich gute Rede

  • 3–5 kurze Lebensstationen statt „alles erzählen“
  • 2–3 Eigenschaften mit konkreten Beispielen
  • Ein Satz, der bleibt (abschließender Gedanke)
  • Maximal 8–12 Minuten für die Hauptrede (meist ideal)

Kostenhinweis (Orientierung)

Freie Redner/innen liegen je nach Region und Vorbereitung häufig im Bereich von €250–€600+. Kirchliche Gebühren sind regional und situationsabhängig.

Einbalsamierung, Aufbahrungshalle und Abschiedsraum

Einbalsamierung

  • Selten notwendig bei üblichen Zeitplänen
  • Kann bei internationaler Überführung erforderlich werden
  • In bestimmten Fällen oder nach Wunsch möglich (je nach Situation)

Aufbahrung: worauf Familien oft Wert legen

  • Ruhige Atmosphäre, Zeitfenster ohne Hektik
  • Persönliche Gegenstände (z. B. Foto, Blume) – wenn erlaubt
  • Musik leise im Hintergrund – wenn die Halle es zulässt

Praktischer Hinweis

Manche Hallen haben feste Regeln zu Kerzen, Blumenschmuck oder Foto/Video. Klärt das früh, damit am Tag der Abschiednahme keine Diskussion entsteht.

Blumen, Kränze und Traueretikette in Österreich

Häufige Blumengaben

  • Kränze (oft mit Schleife und Text)
  • Sarggestecke
  • Handsträuße (zum Niederlegen)
  • Einzelblumen (besonders bei Urnenfeiern oder am Grab)

Spenden statt Blumen

Wenn Spenden gewünscht sind, ist ein kurzer Satz in der Parte hilfreich (z. B. „Im Sinne des Verstorbenen bitten wir um Spenden…“). Der Bestatter kann oft bei der Formulierung helfen.

Trauerkleidung und Verhalten

  • Meist gedeckte Farben; schwarz ist üblich, aber nicht zwingend
  • Leise, respektvoll, kurze Kondolenzen sind normal
  • Handy lautlos, Fotos nur wenn ausdrücklich gewünscht

Parte, Todesanzeigen, Sterbebildchen und Danksagung

Was typischerweise in eine Parte gehört

  • Name, Geburts- und Sterbedatum
  • Ort und Zeit der Trauerfeier (oder Hinweis auf stille Beisetzung)
  • Namen der Angehörigen (optional, je nach Wunsch)
  • Ein kurzer Spruch/Vers oder persönlicher Satz
  • Hinweis zu Spenden statt Blumen (falls zutreffend)

Wann ist eine Danksagung üblich?

Häufig nach der Beisetzung – in Zeitung, online oder als Karte. Sie kann sehr kurz sein.

Online-Gedenken

Viele Familien teilen heute einen Link (z. B. an Verwandte im Ausland), um Informationen, Fotos und Erinnerungen zentral zu sammeln.

Internationale Überführung (Repatriierung) von oder nach Österreich

Körper-Überführung ins Ausland

  • Zusätzliche Dokumente und Formalitäten
  • Spezielle Anforderungen an Sarg/Abdichtung (je nach Zielland)
  • Termin- und Transportkoordination (Straße/Flug)

Urne/Asche international

Der Transport von Asche ist in der Praxis oft einfacher als die Überführung eines Verstorbenen. Trotzdem gelten je nach Land unterschiedliche Anforderungen (Dokumente, Verpackung, Anmeldung).

Praxis-Tipp

Wenn Angehörige im Ausland sind, lohnt es sich früh zu klären, ob eine Trauerfeier in Österreich und später eine zweite Beisetzung/Feier im Ausland gewünscht ist.

Mausoleen und oberirdische Beisetzung (selten, aber möglich)

Was ist typisch?

  • Seltene Verfügbarkeit
  • Höhere laufende Kosten
  • Strenge Vorgaben zu Bau, Inschrift und Wartung

Wenn diese Option relevant ist, muss sie sehr früh geprüft werden, weil Plätze und Genehmigungen begrenzt sind.

Praktische Realitäten: Termine, Wochenenden, Hallen, Wetter, Gästelogistik

Termin-Realität

  • Beliebte Tage: Vormittage unter der Woche sind häufig stark nachgefragt.
  • Wochenenden: teils eingeschränkt oder mit Aufpreis/geringerer Verfügbarkeit.
  • Feiertage: können Dokumentenwege und Abstimmungen verzögern.

Gästelogistik (unterschätzt, aber wichtig)

  • Parken und Barrierefreiheit am Friedhof prüfen
  • Schlechtwetter-Plan: Regenschutz, kurze Wege, Sitzplätze
  • Klare Info in der Parte: Treffpunkt, Uhrzeit, Halle/Gräberfeld

Leidmahl / Zusammenkommen danach

In vielen Regionen Österreichs ist ein gemeinsames Zusammensitzen üblich. Das kann schlicht sein (Kaffee, kleines Lokal) oder größer – wichtig ist, dass es zur Familie passt.

Wenn es kompliziert ist (Sonderfälle)

  • Getrennte Familien, Konflikte: klare Rollen und Kommunikationsweg festlegen
  • Internationale Verwandte: Online-Teilnahme oder Aufzeichnung (nur wenn gewünscht und erlaubt)
  • Mehrsprachige Feier: kurze zweisprachige Elemente sind oft ausreichend

Abschließende Gedanken

Wenn du nur drei Dinge mitnimmst: (1) Fristen und Friedhofsregeln früh klären, (2) Budget und Grabwahl bewusst treffen, (3) die Feier persönlich machen – lieber wenige echte Elemente als viele „Extras“.

Und: Es ist normal, wenn nicht alles perfekt läuft. Eine Trauerfeier wird nicht „gut“, weil sie fehlerfrei ist, sondern weil sie ehrlich ist und die Person respektvoll widerspiegelt.